Burnout

Der Burnout lässt sich als „Mode-Diagnose“ und „Zivilisations-Krankheit“ sicher kritisch hinterfragen, dennoch bietet er ein mehrdimensionales Beschwerdebild mit Auswirkungen auf eine angemessene Bewältigung der individuellen Lebensführung, welche weit über eine Erschöpfung oder Depression hinausgeht. Aktuell sind ca. 13 Mio. der Bundesbürger von dieser vielgestaltigen Erkrankung betroffen, d.h. jeder 5 Bundesbürger erleidet im Laufe seines Lebens eine zumindest burnout-ähnliche Symptomatik.

Ursachen für Burnout

Die Ursachen für Burnout sind bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Es lassen sich allerdings Verbindungen zwischen hoher Arbeitsbelastung im Beruf, Stress und Mobbing mit dem Burnout -Syndrom feststellen. Auch die Persönlichkeit des Betroffenen kann eine Ursache für Burnout werden, wenn man sich selbst zum Beispiel unter ständigen Druck setzt immer der Beste sein zu müssen. Besonders häufig tritt Burnout in Berufen mit helfender Funktion auf, da die Betroffenen das Wohl anderer Menschen meist über das eigene stellen und ihr Selbstwertgefühl durch die Hilfe versuchen zu steigern.

Symptome von Burnout

Über eine für Außenstehende nur schwer nachvollziehbare, meist stressbedingte, totale Erschöpfung hinaus hat sich im Zuge des Burnout eine existenzielle Krise entwickelt, die häufig schon mit sozialen und ökonomischen Einbußen einhergeht.
Die Symptome von Burnout äußern sich also primär durch eine emotionale Erschöpfung bei fehlgeschlagenen emotionalen und/oder körperlichen Anpassungsversuchen an Stresssituationen. Darüber hinaus spricht man im beruflichen Kontext von Entfremdungserleben bei Sinnentleerung und fehlender Herausforderung der Tätigkeit, die in eine beziehungslose, rein sachliche Arbeitsroutine mündet. Auch zeichnet sich die Entstehung des Burnouts durch ein Überlastungsgefühl aus, das trotz großem Einsatz kein Erfolgserlebnis verspricht und der eigenen Tätigkeit ein Gefühl der Sinnlosigkeit verleiht. Zu groß bleibt hier die Diskrepanz zwischen den stetig wachsenden äußeren Anforderungen und die im Vergleich zu ineffektiv scheinende eigene Leistung.
In diesem Zusammenhang können Depressionen, Angst- und Panikstörungen und viele andere psychische, physische und psychosomatische Begleiterkrankungen entstehen.

Behandlung von Burnout

Da es sich bei Burnout um eine persönliche Reaktion auf Arbeitsbedingungen oder Stresssituationen handelt gibt es keine standardisierte Behandlung von Burnout. Vielmehr muss eine individuelle Therapieform für den Patienten gewählt werden. Der erste Schritt in die richtige Richtung bietet hierbei aber immer die Erkenntnis, dass man Hilfe benötigt. Diese Hilfe sollte in jedem Fall von professioneller Natur sein.

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