Eine Krankheit, die kränker machen kann – Iatrophobie

Wer sich nicht gut fühlt, geht zum Arzt, um sich Hilfe zu suchen und die Beschwerden zu besprechen. Doch was tun Menschen, die an einer Iatrophobie – der Angst vor Ärzten – leiden? Ein beliebtes Beispiel ist die Furcht vor dem Zahnarzt, die häufig dazu führt, dass Betroffene ihm jahrelang fernbleiben. Und dann wird es unter Umständen nicht nur schmerzhaft, sondern auch kostspielig. Manche Iatrophobie ist so stark, dass der Gang zum Arzt auch in Notfällen nicht möglich ist – und dann kann es lebensgefährlich werden. „Angst ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Doch dieser kann sich auch verselbstständigen. Und dann kommt es zu einer solchen Phobie oder gar einer Angst- und Panikstörung,“ erklärt Norman Mink, Psychologe in der BetaGenese Klinik am Rhein.

„Viele dieser Phobien, ebenso wie die Angst vor dem Arztbesuch, haben eine reale Ursache. Oft ist es ein prägendes Erlebnis, das wir in der Therapie identifizieren und aufarbeiten,“ erklärt der Diplom-Psychologe. Und genau sie sind gefragt, wenn die Angst vor dem Arzt zu groß wird: Psychologen und Psychotherapeuten, denn der Gang zum Arzt ist das Problem. „Mit einer Verhaltenstherapie können wir Phobien, unter anderem auch eine Iatrophobie, gut in den Griff bekommen,“ erklärt Norman Mink. In der Therapie versuchen Patient und Therapeut gemeinsam, die Angst vor dem Arzt zu verstehen und zu behandeln. „Das funktioniert zum Beispiel, indem ich die wirklich kurze Dauer und zeitliche Begrenzung klarmache, die ein Arztbesuch mit sich bringt, denn das bedeutet auch, dass die Angst immer wieder schnell vorüber ist. Auch hilft es, hervorzuheben, dass ein Besuch eine gesundheitliche Besserung mit sich bringt und das Wohlbefinden steigert,“ so Norman Mink weiter.

Norman Mink ist Diplom-Psychologe in der BetaGenese Klinik. In der Verhaltenstherapie hilft er Patienten dabei, ihre Ängste und Phobien zu überwinden.

In der BetaGenese Klinik in Bonn arbeiten Psychologen, Therapeuten und Mediziner im Team an der besten Therapieform für das jeweilige Krankheitsbild. Norman Mink nutzt neben der Gesprächs- und Verhaltenstherapie auch das Biofeedback, um den Patienten ihre körperlichen Reaktionen bewusster zu machen und ihnen zu helfen, mehr Einfluss darauf zu erlangen. „Bei Phobien kann man mit Hilfe des Biofeedbacks lernen, die übermäßige Anspannung zu reduzieren und sich so selbst zu beruhigen “, erklärt Norman Mink einen weiteren Therapieteil.

Auf diese Weise erhöht man sein Selbstwirksamkeitsgefühl und gewinnt Sicherheit, um sich wieder frei im Alltag zu bewegen.

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