Psychosomatische Angststörung: Symptome und Behandlung

Eine Therapeutin führt ein Gespräch mit einem Patienten zur Behandlung einer psychosomatischen Angststörung.

Angstzustände gehören zu den häufigsten psychischen Beschwerden unserer Zeit. Während Angst als natürliche Schutzreaktion des Körpers sinnvoll und notwendig ist, wird sie zur Belastung, wenn sie dauerhaft auftritt, unverhältnismäßig stark ist oder den Alltag massiv einschränkt. In diesen Fällen kann eine Angststörung vorliegen.

Die BetaGenese Klinik ist als spezialisierte Privatklinik für Angststörungen auf die Diagnostik und Behandlung psychosomatischer Erkrankungen wie Angst- und Panikstörungen ausgerichtet. Erfahren Sie mehr über das Krankheitsbild der Angststörung und Panikstörung, deren Ursachen und Symptome sowie die ganzheitlichen psychologischen Therapieverfahren in der BetaGenese Klinik.

BetaGenese Unser Behandlungsspektrum

Jetzt Beratungsgespräch vereinbaren

Sie suchen ärztlichen Beirat und möchten einen Beratungstermin?

 

Rufen Sie uns an unter

+49 228 / 90 90 75 – 500

Angststörung: Das Wichtigste in Kürze

  • Angststörungen äußern sich durch anhaltende Angstzustände, die auch ohne reale Gefahr auftreten und den Alltag stark beeinträchtigen können.
  • Die Ursachen einer psychosomatischen Angststörung sind meist multifaktoriell und umfassen genetische Faktoren, belastende Erfahrungen und chronischen Stress.
  • Typische Symptome betreffen sowohl die Psyche als auch den Körper, beispielsweise innere Unruhe, Vermeidungsverhalten, Herzrasen oder Atemnot.
  • Eine individuell abgestimmte, ganzheitliche Behandlung kann Angstzustände nachhaltig lindern und die Lebensqualität deutlich verbessern

Was ist eine Angststörung?

Angst ist eine grundlegende menschliche Emotion, die den Körper in Gefahrensituationen aktiviert. Bereits der lateinische Wortstamm „angus“ (Enge) beschreibt treffend das körperliche Empfinden, das mit Angst einhergeht. Problematisch wird Angst, wenn sie sich verselbstständigt, dauerhaft anhält und nicht mehr in einem realistischen Verhältnis zur tatsächlichen Situation steht.

Bei einer Angststörung treten Angstzustände auch dann auf, wenn objektiv keine Bedrohung besteht. Kontrollverluste, Vermeidungsverhalten, Panikattacken oder ein Gefühl innerer Lähmung können die Folge sein. Betroffene erleben die Angst dabei als real und überwältigend.

Generalisierte Angststörung

Die generalisierte Angststörung ist durch anhaltende Sorgen und eine dauerhafte innere Anspannung gekennzeichnet. Gedanken kreisen unaufhörlich um mögliche negative Ereignisse, selbst wenn deren Eintritt äußerst unwahrscheinlich ist. Die ständige Alarmbereitschaft führt häufig zu Erschöpfung, Schlafstörungen und körperlichen Beschwerden.

Soziale Angststörung

Bei der sozialen Angststörung steht die ausgeprägte Angst vor Bewertung, Ablehnung oder Blamage im Vordergrund. Soziale Situationen werden vermieden oder nur unter starkem innerem Stress bewältigt. Dies kann langfristig zu sozialem Rückzug und erheblichen Einschränkungen im Berufs- und Privatleben führen.

Angst- und Panikstörung behandeln in der BetaGenese Klinik

Innenansicht des Innenhofs der BetaGenese Klinik in Bonn, umgeben von natürlicher Umgebung.

In der BetaGenese Klinik helfen wir Patientinnen und Patienten, Angststörungen zu überwinden und Angstzustände zu kontrollieren, um den Alltag wieder meistern zu können. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Beta Klinik verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz bei Diagnostik und Behandlung und arbeiten fachübergreifend mit modernsten Diagnostik- und Therapieverfahren.

Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich beraten.

Sie erreichen uns unter +49 228 / 90 90 75 – 500

Psychosomatische Angststörung – Symptome

Die Symptome einer Angst- und Panikstörung lassen sich in psychische und physische Beeinträchtigungen einteilen:

Typische Symptome psychischer Natur können sich wie folgt zeigen:

  • übermäßige gedankliche Beschäftigung mit Ängsten
  • Vermeidungsverhalten
  • gedrückte Stimmung oder Gereiztheit
  • Beeinträchtigung der Lebensführung durch Ängste
Gefühle von Sinnlosigkeit und Langeweile bei Borderline-Syndrom.

Typische physische bzw. körperliche Symptome einer Angststörung und Panikstörung sind:

  • Engegefühle
  • Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Panikattacken
  • Zittern
  • Schwindel
  • Atemnot und Kurzatmigkeit bis hin zu Erstickungsgefühlen
  • Hitzewallungen und Kälteschauer
  • Kribbeln der Haut oder Finger
  • Taubheitsgefühle
  • Übelkeit
  • Unruhe
  • Bauchschmerzen und Auftreten von Würgereizen
Illustration mögliche Symptome einer Angststörung

Ursachen einer Angst- und Panikstörung

Um die Ursachen einer Angst- und Panikstörung besser verstehen zu können, müssen drei begünstigende Faktoren erfasst werden:

1.      Prädisposition für die Entwicklung einer Angststörung

Zum einen spielt die Prädisposition, sprich Anfälligkeit für eine Angst- und Panikstörung, eine wichtige Rolle bei der Ergründung der Ursachen. Nicht jeder Mensch entwickelt nach einem erschütternden Ereignis oder einer bereits erlebten Panikattacke eine Angst- und Panikstörung.

Jedoch sind manche Menschen besonders anfällig für die Entwicklung einer Angst- und Panikstörung. Forschungsergebnisse bestätigen, dass die Anfälligkeit für eine solche Störung oft biologischer Natur ist. Betroffene weisen häufig Veränderungen im vegetativen Nervensystem auf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet beispielsweise, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausfanden, dass bei einem Teil der Patientinnen und Patienten mit Panikstörungen ein Gen mutiert und dadurch in seiner Aktivität verändert ist. Diese genetische Veränderung beeinflusst laut der Studie zu Angststörungen des Max-Planck-Instituts die Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnarealen und kann so unkontrollierte Angstempfindungen auslösen.

Zu den genetischen Ursachen einer Angststörung können beispielsweise die folgenden Punkte zählen:

  • Angststörung in der Familie: Ein erhöhtes Risiko, eine Angststörung zu entwickeln, besteht, wenn ein Elternteil an einer Angststörung leidet.
  • Veränderungen des Gehirns in manchen Gehirnregionen können Ursache von Panikattacken sein, so z.B. Veränderungen in der Hirnrinde, dem limbischen System oder Hirnstamm.
  • Veränderungen im Gehirnstoffwechsel: Akute, andauernde Belastungen können mögliche Ursachen sein, da diese zur Ausschüttung von vermehrten Stresshormonen, wie z.B. Adrenalin und Kortisol führen.

2.      Angststörung: Ursachen in der Kindheit

Auch Erziehungseinflüsse oder belastende Erfahrungen in der frühen Kindheit können zu einer Anfälligkeit beitragen. Neben der Prädisposition tragen Auslöser, bzw. belastende und traumatische Erlebnisse, zu einer Entwicklung der Krankheit bei. So liegen die Ursachen bei Betroffenen einer Angststörung häufig in der Kindheit.

Ereignisse, die die Entwicklung von Angstattacken bzw. die Entwicklung einer Angst- und Panikstörung begünstigen können, sind beispielsweise:

  • Unfall: z.B. ein schwerer Autounfall, aber auch Zeugen und Zeuginnen eines Unfalls können eine Angststörung entwickeln.
  • Todesfall: in der Familie, im engsten Freundeskreis oder der Tod des Partners bzw. der Partnerin.
  • Jede Art von großer Veränderung im Leben, die als überfordernd betrachtet wird, kann Ursache einer Angststörung und von Panikattacken sein.

3.      Entwicklung einer Angststörung durch Stress

Auch alltägliche Stresssituationen können eine Ursache für Angstzustände sein. Körperliche Reaktionen wie Herzrasen oder Schweißausbrüche können über einen langen Zeitraum mit stärkeren Reaktionen des Körpers wie Schwindel, Engegefühlen, Herzrasen, Schweißausbrüchen oder Atemnot korrelieren. Wiederholen sich durch Stress entstandene Reaktionen, kann sich eine Angst- und Panikstörung entwickeln. Vermeidungsverhalten oder lähmende Angstzustände bewirken letztendlich, dass die Betroffenen sich in einem Teufelskreis befinden, der ohne eigene Kraft kaum überwunden werden kann.

Angstzustände behandeln in der BetaGenese Klinik

BetaGenese Unser Behandlungsspektrum

Sie sind auf der Suche nach einer spezialisierten Privatklinik für psychosomatische Erkrankungen?

Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich beraten.

Behandlung von Angst- und Panikstörungen in der BetaGenese Klinik

In einem geschützten und einfühlsamen Erstgespräch können wir in der BetaGenese Klinik Angst- und Panikstörungen frühzeitig erkennen und diagnostisch präzise einordnen. Auf Grundlage einer ausführlichen Anamnese werden Art, Ausprägung, Auslöser und Dauer der Angstzustände analysiert. Je nach Symptomkonstellation erfolgt eine differenzierte Zuordnung zu diagnostischen Unterformen der Angststörung, beispielsweise einer generalisierten Angststörung oder einer Panikstörung.

Ein zentraler Bestandteil der Diagnostik ist zudem die Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen sowie die sorgfältige Erfassung möglicher Komorbiditäten, also begleitender Störungen wie Depressionen, Traumafolgestörungen oder psychosomatischer Beschwerden.

Angststörung: Individuelle Behandlung mit ganzheitlichem Ansatz

Die Behandlung von Angststörungen in der BetaGenese Klinik erfolgt auf Basis eines individuell abgestimmten Therapiekonzepts. In enger Zusammenarbeit mit der Beta Klinik gewährleisten wir eine umfassende somatische Vollversorgung. Neben genetischen und neurobiologischen Faktoren fließen auch belastende Lebensereignisse, chronischer Stress sowie frühere traumatische Erfahrungen in die Therapieplanung ein.

Ziel der Therapie ist es, sowohl die zugrunde liegenden Ursachen als auch die aufrechterhaltenden körperlichen und psychischen Prozesse zu behandeln. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz unterstützen wir Patientinnen und Patienten dabei, Angstzustände nachhaltig zu reduzieren, Sicherheit zurückzugewinnen und langfristig wieder mehr Lebensqualität zu erreichen.

rTMS zur Behandlung einer Angststörung

Frau bei der rTMS Therapie in der BetaGenese Klinik Bonn

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein modernes, nicht-invasives und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Angststörungen. Ziel der Therapie ist es, durch gezielte Magnetimpulse den Stoffwechsel und die Aktivität bestimmter Nervenzellen im Gehirn positiv zu beeinflussen. Auf diese Weise können überaktive oder dysregulierte Hirnareale, die an der Entstehung von Angstzuständen beteiligt sind, reguliert werden.

Psychosomatische Angststörung behandeln in der BetaGenese Klinik: Erfahrungsberichte (Auszug)

Das sagen unsere Patientinnen und Patienten über ihren Aufenthalt in der BetaGenese Klinik:

„Ich war 12 Wochen Patient in dieser Klinik und kann sie nur empfehlen!
Die besondere Qualität des Behandlungskonzepts liegt hier darin begründet, dass man von Anfang an persönlich und individuell betreut und behandelt wird […] Hervorheben möchte ich die hohe Qualität der Behandlung und gute Absprache der Therapeuten untereinander. Sowohl die Größe der Gruppen als auch die verschiedenen Therapieangebote konnten mich absolut überzeugen und haben mir sehr geholfen. Ich konnte die Klinik nach 12 Wochen angstfrei und voller Hoffnung wieder verlassen.“

klinikbewertungen.de

Gesamtzufriedenheit:

Qualität der Beratung:

Medizinische Behandlung:

Verwaltung und Abläufe:

Ausstattung und Gestaltung:

Angststörung überwinden mithilfe einer integrativen Therapie

Mit unserem integrativen und multimodalen Therapieansatz haben wir in der Behandlung von Angst- und Panikstörungen sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Behandlung in unserer Klinik wirkt auf verschiedenen Ebenen und behandelt sowohl die auslösenden Faktoren als auch die körperlich-seelischen Funktions- und Regulationsprozesse, welche im Rahmen einer Angst- und Panikstörung meist aus dem Gleichgewicht geraten sind:

  • Stärkung der Fähigkeit zur Selbstregulation und Selbstberuhigung durch Atemtherapie und Biofeedbackverfahren
  • Wiederherstellung von Selbstwahrnehmung und Körperkontrolle durch körperpsychotherapeutische Verfahren
  • Förderung der Fähigkeit zur Entspannung durch Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren, wie beispielsweise die Mindfulness-Based Stress Reduction
  • Traumatherapeutische Ansätze zur Integration früher Erfahrungen
  • Gesprächstherapien zur Stützung der notwendigen kognitiven und emotionalen Verarbeitung
  • Medikamentöse Behandlung: Einsatz von Medikamenten gegen Angststörungen, wie etwa Antidepressiva, je nach persönlicher Situation

BetaGenese Klinik in Bonn: Wir helfen Ihnen gerne

Angst- und Panikstörungen folgen zwar bestimmten Mustern, doch kein Krankheitsverlauf gleicht dem anderen. Für eine erfolgreiche Behandlung von Angststörungen ist es daher entscheidend, die individuellen Ursachen und persönlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen zu berücksichtigen. Unser Ziel ist es, die für Sie passende Therapieform zu finden, um Angstzustände zu überwinden.

Als Privatklinik für Psychosomatik und Psychiatrie in Bonn bietet die BetaGenese Klinik eine stationäre Psychotherapie für Patientinnen und Patienten vom Jugendlichen- bis ins Erwachsenenalter an. Neben Patientinnen und Patienten, die sich privat versichert haben, können in unserer Klinik für Angststörungen auch Kassenpatienten unter bestimmten Voraussetzungen von dem ausgezeichneten und umfangreichen psychologischen Therapieangebot profitieren. Unser Patientenmanagement berät Sie gerne zu allen Voraussetzungen und der Kostenübernahme in unserer Privatklinik als Kassenpatient.

Ihre Vorteile in der BetaGenese Klinik: Privatklinik für interdisziplinäre Psychosomatik und Psychiatrie

BetaGenese Unser Behandlungsspektrum
  • Medizinische Rundum-Versorgung unter einem Dach
  • Exzellent ausgebildete Fachärzte, Psychologen und Therapeuten
  • Breites Behandlungsspektrum psychosomatischer Beschwerden
  • Moderne diagnostische Verfahren direkt vor Ort
  • Ganzheitliche psychosomatische Behandlung in Kooperation mit der Beta Klinik
  • Multimodales Behandlungskonzept, das unterschiedliche Therapieansätze vereint
  • Komfortables, attraktives Ambiente am Rheinufer
  • Kurzfristige Terminvergabe

Ihre Gesundheit – Unsere Kompetenz.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Angst- und Panikstörungen

Was ist der Unterschied zwischen „normaler“ Angst und einer Angststörung?

Angst ist eine natürliche Reaktion auf reale Gefahren und klingt nach kurzer Zeit wieder ab. Bei einer Angststörung treten Angstzustände dauerhaft, übermäßig stark oder ohne konkrete Bedrohung auf und schränken den Alltag erheblich ein.

Wann sollte ich professionelle Hilfe bei Angstzuständen in Anspruch nehmen?

Spätestens, wenn Angstzustände länger anhalten, sich verstärken oder zu Vermeidungsverhalten und Einschränkungen im Alltag führen, ist eine fachärztliche Abklärung von Angstzuständen sinnvoll. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich

Welche Formen von Angststörungen gibt es?

Zu den häufigsten Formen zählen die generalisierte Angststörung, die soziale Angststörung sowie Panikstörungen. Daneben existieren weitere Unterformen, die sich in Auslösern, Symptomen und Verlauf unterscheiden können.

Wie wird eine Angststörung behandelt?

Die Behandlung einer Angststörung erfolgt in der Regel multimodal und kombiniert psychotherapeutische Verfahren, Körpertherapie und – bei Bedarf – eine medikamentöse Unterstützung. Ziel ist es, sowohl die Ursachen als auch die aufrechterhaltenden Faktoren der Angst zu behandeln.