Transitionspsychosomatik im Adoleszenzalter – Den Übergang gestalten und bedürfnisorientiert behandeln

Die Transitionspsychosomatik- und -psychiatrie befasst sich mit den entwicklungsspezifischen psychosomatischen Beschwerden und individuellen Behandlungs- und Therapiebedürfnissen junger Erwachsener zwischen 16 und 25 Jahren. Sie durchlaufen intensive psychische und auch physische Veränderungen, die sie vor viele Fragen und Probleme stellen. Um Symptomkomplexe in diesen ständig wechselnden Phasen des Übergangs und der Veränderung gezielt zu erkennen und richtig zu behandeln, bedarf es einer angepassten und differenzierten Betreuung wie sie in der Adoleszenten- und Transitionspsychosomatik und -psychiatrie in der BetaGenese Klinik in Bonn angeboten wird.

Was bedeutet Transition in der Jugendmedizin und warum bereitet sie Probleme?

Transitionspsychosomatik und -psychiatrie beschreibt die Schnittstellenbetreuung psychosomatisch erkrankter Jugendlicher, wenn sie nicht mehr der Kinder- und Jugendpsychiatrie zugehörig fühlen, sich emotional und psychisch aber noch „zwischen den Welten“ befinden. Der Transitionspsychosomatiker erkennt und betrachtet den jeweiligen Entwicklungsstand des Patienten und erarbeitet mit dem Wissen beider Fachbereiche einen geeigneten, entwicklungsphasen- und bedürfnisorientierten Behandlungsplan.

Die interdisziplinären und multiprofessionellen Teams der BetaGenese Klinik in Bonn bestehen aus Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und solchen mit einem medizinischen Schwerpunkt in der Behandlung von Erwachsenen. Im engen Austausch und mit dem Wissen, dass die Fachkompetenz sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene unmittelbar nebeneinander zu finden ist, können junge Patientinnen und Patienten mit ihren Beschwerden in allen Transitionsphasen des Erwachsenwerdens psychosomatisch versorgt, beraten und behandelt werden.

Warum sind Transitionspsychosomatik und -psychiatrie wichtig?

Gerade junge Patientinnen und Patienten, die bereits in ihrer Jugend psychische Probleme erleben, brauchen eine intensive und phasenspezifische Betreuung. Auch in der Aufarbeitung von Krisen, schwierigen Lebenssituationen oder Traumata benötigen adoleszente Patientinnen und Patienten eine strukturierte und gleichzeitig individualisierte Behandlungsstrategie. In der Standardversorgung junger Menschen kommt es dabei häufig zu einer sogenannten Transitionslücke, wenn ein geführter Übergang vom Kinder- und Jugendpsychiater/-psychotherapeuten hin zum Spezialisten in der Erwachsenenbehandlung nicht erfolgen kann. Junge Patienten fühlen sich durch den abrupten Wechsel der Behandlungsweisen und -angebote oft nicht mehr verstanden und brechen im schlimmsten Fall ihre notwendige Therapie ab. Erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Therapieaufnahme, ist eine Behandlungslücke entstanden und der Beginn einer Chronifizierung nicht auszuschließen.

Durch die Fachkompetenz unter dem Dach der BetaGenese Klinik und unsere unmittelbare Nähe zur somatisch ganzheitlich aufgestellten Beta Klinik können wir Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen ihren Beschwerdekomplexen und Bedürfnissen entsprechend behandeln. „Diese Entwicklungsphasen vom Jugendlichen zum Erwachsenen hin haben eine spezielle Eigendynamik, auf die in Diagnostik, Therapie, Prognosestellung und Behandlung eingegangen werden sollte“ erklärt Carmen Fargel, Chefärztin der BetaGenese Klinik. „Und gerade junge Menschen, die zu uns kommen wollen, werden herzlich willkommen geheißen und in der Adoleszenten- und Transitionspsychosomatik individuell betreut,“ ergänzt Oberärztin Angelika Rieck, Fachärztin für Kinder- und Jungendpsychiatrie und -psychotherapie.

Mehr über das Angebot der Transitions- und Adoleszentenpsychosomatik finden Sie hier.

Bild: Andrew Neel on Unsplash