Neurofeedback – Training für das Gehirn

Die BetaGenese Klinik integriert auf der Basis der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bei Bedarf und in Absprache verschiedene Therapieverfahren. Dazu zählt bei usn auch das Neurofeedback.

Dabei werden den Patienten mit Hilfe des Computers eigene Körpersignale zurückgemeldet – sie lernen diese Signale wahrzunehmen, zu verstehen und ihre Gehirnaktivität dadurch besser zu steuern. Das ist wichtig, denn viele Krankheiten oder ungewollte Verhaltensmuster basieren auf der Fehlregulierung der Gehirnaktivitäten.

Norman Mink, Leitender Psychologe der BetaGenese Klinik, und Ildikó Müller, Bio- und Neurofeedback-Therapeutin, möchten keine falschen Erwartungen erwecken. Aber Neurofeedback, jüngste Spezialrichtung des bekannten Biofeedbacks, könne zum Beispiel bei Stressbewältigung, bei Burn-out-Syndrom, Schlaf- und Konzentrationsstörungen erfolgreich eingesetzt werden. Auch bei ADHS, der vor allem bei Kindern diagnostizierten Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung, bei Migräne, Epilepsie und bei der Behandlung von Schlaganfällen lässt sich Neurofeedback unterstützend einsetzen. Neurofeedback wirkt nicht wie ein Medikament auf die Symptome und kann dies auch nur selten völlig ersetzen. Es hilft Patienten, ihr Verhalten zu beeinflussen und so Konzentration und Leistungsfähigkeit zu steuern. Deshalb bedienen sich auch Spitzensportler oder Musiker dieser Technik.

*Wie funktioniert Neurofeedback?*

Während beim Biofeedback Signale wie Puls, Blutdruck, Herzfrequenz oder Muskelbewegungen auf Abweichungen oder Störungen hinweisen, sind es beim Neurofeedback Gehirnströme und neurologische Signale. Diese Gehirnströme lassen sich mit dem geeigneten Training „harmonisieren“, extreme Schwankungen nach oben oder nach unten eindämmen.

Mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) werden die Gehirnströme gemessen, die Ergebnisse werden dann in Echtzeit am Computerbildschirm als Signale dargestellt. Daraus ergeben sich Hinweise, um welche neurologisch bedingte Störung es sich handelt. Mit einem differenzierten und von den Therapeuten individuell abgestimmten Trainingsprogramm lernen die Patienten anschließend ihr Gehirn zu beeinflussen.

 

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