Migräne bei Jugendlichen

Gestresste Frau sitzt vor einem Fenster und leidet unter dem Burnout Syndrom.

Migräne kommt plötzlich und äußert sich in einem starken, attackenartigen Kopfschmerz. Häufig wird dieser von Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit begleitet. Betroffene fühlen sich allgemein krank, unwohl und in keiner Weise leistungsfähig. Diese periodische Kopfschmerzerkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten und beeinträchtigt den Alltag stark. Auch in jungen Jahren kann Migräne einsetzen. Vier bis fünf von 100 Kindern leiden bereits vor der Pubertät unter Migräneattacken, ungefähr 10 von 100 Jugendlichen haben allein in Deutschland Migräne.

Foto von Carsten Albrecht, Chefarzt der BetaGenese Klinik Bonn.

„Wenn schon früh und rechtzeitig eine Migräne diagnostiziert wird, kann schnell eine sinnvolle Therapie begonnen werden. Leid und Unverständnis können dem Patienten erspart bleiben“

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Migräne und Pubertät

In der Pubertät erhöht sich die Zahl der Migränepatienten, vor allem bei Mädchen. Oft wird die Migräne hier durch die spezielle weibliche Hormonumstellung hervorgerufen. Als Migräne-Ursachen hat die Wissenschaft komplexe neurobiologische Prozesse identifiziert. Sie lösen massive Funktionsstörungen des Gehirns, der Hirnhäute und Hirnnerven und der versorgenden Blutgefäße aus, welche zu den Kopfschmerzattacken führen. Auch eine genetische Disposition liegt in vielen Fällen vor. 

Foto von Carsten Albrecht, Chefarzt der BetaGenese Klinik Bonn.

„Migränesymptome und ihre Stärke sind sehr individuell und können auch bei ein und demselben Patienten in vielfältiger und wechselhafter Form auftreten. Es ist in jedem Fall ratsam, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um den jeweils sehr unterschiedlichen Verlauf passend zu behandeln und zusätzliche psychosomatische Trigger-Faktoren zu identifizieren.“

Migräne-Trigger bei Heranwachsenden

Obwohl Migräne nicht zu den psychosomatischen Erkrankungen gehört, haben die Wechselwirkungen von psychischen und physischen Gegebenheiten Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Anfallshäufigkeit. „Im Heranwachsendenalter stellt sich der Körper um und auch das soziale Umfeld verändert sich“, so Carsten Albrecht. Darauf müssen sich Körper und Psyche des Jugendlichen einstellen und mit vielen physischen und psychischen Aspekten gleichermaßen umgehen. „All das sowie mögliche erste Erfahrungen mit Alkohol, Nikotin und anderen Drogen und Veränderungen im Schlafverhalten sind es, auf die ein Migränepatient mit Attacken reagieren kann.“

Migräne-Prophylaxe und -Behandlung in Bonn

„Durch einen gezielten, ganzheitlichen Behandlungsansatz lernen die adoleszenten Patienten in der Therapie, potenzielle Attacken in Ausmaß und Häufigkeit zu reduzieren“, erklärt Carsten Albrecht. Dazu gehört vor allem eine differenzierte psychotherapeutische Behandlung und auch bereits bei Heranwachsenden, eine unterstützende medikamentöse Therapie. „In der BetaGenese Klinik stehen unseren adoleszenten Patienten auch – je nach Krankheitsbild – Biofeedback und Neurofeedback, schmerzassoziierte Hypnotherapie oder Akupunktur zur Behandlung von Migränebeschwerden zur Verfügung.“

Um auch nach dem Klinikaufenthalt gegen Migräneattacken gewappnet zu sein, gehört die individuelle Prophylaxe fest zum Behandlungsplan. Gemeinsam mit den behandelnden Medizinern und Therapeuten lernen die Patienten Mittel und Wege kennen, mit ihrer Erkrankung erfolgreich umzugehen.

Privatklinik für interdisziplinäre Psychosomatik und Psychiatrie

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