Repetitive transkranielle Magnetstimulation: Depressionen, chronische Schmerzen, Zwangs- und Angsterkrankungen behandeln

Psychosomatische Beschwerdekomplexe wie Depressionen, chronische Schmerzen, Zwänge und Angsterkrankungen schränken das Leben der Betroffenen stark ein. Patienten, die auf herkömmliche Therapien und Medikamente nicht ansprechen, können Hoffnung in das moderne Verfahren der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) setzen. Diese nichtinvasive (nur äußerlich angewendete) Therapie wird ab November in der BetaGenese Klinik in Bonn zur Behandlung von Depressionen, chronischen Schmerzen und Angst- und Zwangserkrankungen angeboten.

Bei diesem schonenden Verfahren werden durch den gezielten Aufbau von Magnetfeldern Areale im Gehirn stimuliert. Dadurch normalisiert sich die Hirnaktivität, die durch die Erkrankung aus dem Gleichgewicht geraten ist. „Mit der rTMS können wir beispielsweise depressiven Schübe, chronische Schmerzen, Zwänge und Angstzustände der Patientinnen und Patienten behandeln, die nicht ausreichend auf die Kombination aus Psycho- und Sondertherapie und einer für sie geeignete Medikation ansprechen“, erklärt Carmen Fargel, Chefärztin der BetaGenese Klinik in Bonn, die neuen Therapieoptionen. „Die Behandlung wird gut vertragen. Auch die Therapie an sich ist für unsere Patientinnen und Patienten sehr komfortabel“, fährt sie fort.

Therapieresistente Depressionen, chronische Schmerzen, Angst- und Zwangserkrankungen mit schonender Stimulation behandeln

Zuerst werden der genaue Stimulationsort und die notwendige Stärke ermittelt. „Um den gewünschten Effekt zu erzielen, wird die rTMS über mehrere Wochen hinweg täglich durchgeführt,“ so Carmen Fargel weiter. Jede Therapiesitzung dauert ungefähr 20 Minuten. „Durch die regelmäßigen Impulse wird die Nervenzellaktivität im Gehirn nachhaltig – je nach Symptomursprung – angeregt, gehemmt beziehungsweise normalisiert.“
Über die Magnetspule im Helm, den die Patienten während der Behandlung tragen, werden die Impulse kontrolliert aufgebaut und ins Gehirn abgegeben. Durch die konstante und regelmäßige Wiederholung über mehrere Wochen hinweg wird bei Patienten mit Depressionen die Aktivität der Verbindung der Nervenbahnen zwischen den Hirnzentren, die für die Stimmung relevant sind, verstärkt und zum Positiven hin beeinflusst. „Außerdem hilft die Stimulation Patienten mit Depressionen dabei, wieder Kontrolle über die depressionsbedingten negativen Gedanken und Gefühle zu bekommen, die ihren Krankheitsalltag in der Akutphase prägen,“ beschreibt die Chefärztin eine weitere Therapieintention. „Bei Schmerzpatienten werden die Beschwerden auf diese Weise gelindert und bei Angstpatienten können so Ängste abgebaut werden.“

rTMS als Therapie-Ergänzung und nicht als Ersatz

In der begleitenden Psychotherapie arbeiten die Patientinnen und Patienten in der BetaGenese Klinik mit ihrem Therapeuten konstant daran, die zugrunde liegende Erkrankung psychisch zu behandeln und zu verarbeiten. Außerdem lernen sie in ihrer Therapie, die aus Einzel-, Gruppen-, Kreativ- und Sondertherapie besteht, weitere Mittel und Wege kennen, sich mit eigener Kraft aus depressiven Schüben zu helfen.

Alles Weitere zur hochmodernen und schonenden Therapie von Depressionen und anderen affektiven Störungen erfahren Sie in Kürze.

Bildquelle: Brainsway Ltd.