Chronische Schlafstörungen

Einschränkungen in der Erholungsqualität des Schlafes gehören mit einer Auftrittshäufigkeit von ca. 20 – 30% zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen überhaupt. Treten sie über einen Zeitraum von min. einem Monat an durchschnittlich drei Nächten pro Woche auf, spricht man von einer chronifizierten Störung des Schlafs.

Ursachen für chronische Schlafstörungen

Die Ursachen für chronische Schlafstörungen, auch Insomnie unterscheiden sich hinsichtlich primärer und sekundärer Schlafstörungen. Primäre Schlafstörungen werden durch Stress oder unvorteilhafte Schlafbedingungen verursacht. Sekundäre Schlafstörungen lassen sich hingegen auf physische oder psychische bzw. psychiatrische Zustände zurückführen. Mit psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen, Psychosen oder Schizophrenie gehen auch häufig Schlafstörungen einher. Zu den organischen Ursachen für chronische Schlafstörungen zählen etwa chronische Schmerzen, Krebs, Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder Rheuma.

Darüber hinaus können chronische Schlafstörungen allerdings auch als Nebenwirkung von Medikamenten oder Drogenkonsum auftreten.

Symptome von chronischen Schlafstörungen

Die Symptome von chronischen Schlafstörungen äußern sich typischerweise in Form von starker Müdigkeit, eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, verminderter Stressresistenz und schlechter Laune.

Behandlung von chronischen Schlafstörungen

Wie kaum ein anderes Phänomen in unserem körperlichen Dasein ist gesunder und erholsamer Schlaf von nahezu jedem anderen Lebensbereich abhängig und potentiell „störbar“. Eine fachlich fundierte Diagnostik zur Behandlung von chronischen Schlafstörungen setzt deshalb zwingend eine „ganzheitliche Perspektive“ im Sinne einer multimodalen und multiprofessionellen Herangehensweise voraus.

Für die Behandlung von chronischen Schlafstörungen ist neben der exakten Erfassung der „Schlaf-Symptome“, der sorgfältigen Erfassung potentieller organischer Einflussfaktoren sowie ggf. der vertiefenden Beobachtung im Schlaflabor, aus fachlicher Sicht zwingend eine detaillierte Verhaltensanalyse in Form eines Schlaftagebuchs sowie eine umfassende Gesamtschau auf die Lebens- und Arbeitsumstände des Betroffenen notwendig.