Sondertherapieformen

Kunsttherapie

Mithilfe dieser Therapieform kommen Gefühle, Gedanken, Stimmungen oder Erfahrungen zum Ausdruck. Der gestalterische Prozess wird als entlastend und spannungslösende erlebt. Die selbst Erkenntnis wird vertieft, die Selbstheilung angeregt und das Selbstbewusstsein gefördert.

Cinetherapie

Cinetherapie ist eine vergleichsweise junge erst in den 90er Jahren entwickelte Therapieform:

  • Fragestellungen nach dem Was, Wie, Warum und Wovon wir bewegt werden
  • Suche nach Parallelen zwischen dem filmischen Geschehen und der eignen Lebensgeschichte sprechen uns mit allen Sinnen gleichzeitig an, Kopf und Herz
  • Dechiffrieren der vielfältigen Botschaften
  • Vielfältigen Perspektiven

In der Klinik findet die Filmtherapie Anwendung vorrangig im Gruppenkontext:

Filme können helfen bei:

  • Erkennen von Problemlösungen
  • Klärung von Beziehungsthemen
  • Motivationsverlust
  • Lernprozessen
  • Kommunikationsproblemen
  • Identitätsfindung
  • Erziehungsproblemen
  • Wahrnehmungs- und Einstellungsänderungen
  • Freisetzung von unbewussten beziehungsweise unterdrückten Gefühlen
  • Verarbeitung von Krisen und Konflikten
  • Einsicht in eigene u. fremde Verhaltensweisen
  • Rat- u. Perspektivlosigkeit
  • Ergründen von Denkmustern, Selbstreflexion
  • Gemeinschaftsförderung
  • Spannungsreduktion
  • Aufarbeitung und Mediation
  • Einstellung, (Selbst-)Erkenntnis, Wahrnehmung verändern, sensibilisieren
  • gleichsam Distanzierung.

Wohl kein anderes Medium ermöglicht es dem Betrachter so unmittelbar und gleichsam tief in sein Innerstes zu schauen wie der Film.

Filme sprechen den Betrachter in all seinen Sinnen gleichzeitig an und laden auf einer Reise zu sich selbst ein. Wirkung und Nachhaltigkeit des Films beruhen dabei vor allem auf unbewussten Gefühlsprozessen, welche über die seelische Anteilnahme des Betrachters an den filmischen Erzählungen sowie seiner Identifikation mit deren Protagonisten in Bewegung gesetzt werden. Innerhalb dieses von einfühlender Beteiligung und aktiver Aufmerksamkeit geprägten Prozesses, erkennt der Betrachter (womöglich) zentrale Aspekte seines eigenen Schicksals dargestellt /bzw. zur Schau gestellt. Verbindet der Betrachter demnach die eigene Wirklichkeit mit der im Film gezeigten, so ermöglicht ihm dies zugleich einen Zugang zu zentralen Themen sowie Konflikten und problematischen Situationen seines Lebens. Deren filmische Versinnbildlichung fordert den Betrachter zur Selbstreflexion und Entwicklung neuer Sichtweisen ein.

Dieses Phänomen macht sich die Cinetherapie in den 90er Jahren ermöglicht es, den Film als therapeutisches Medium einzusetzen und zur Anleitung therapeutischer/entsprechender Prozesse zu nutzen.

Die Versinnbildlichung der aktuellen persönlichen Lebensgeschichte darstellen, zur Selbstreflexion anregen und die Entwicklung neuer Sichtweisen ermöglichen kann.

 

In zeitnaher Planung:

Tiergestützte Therapie

Die tiergestützte Therapie vermittelt emotionale Nähe. Das Therapiepaar Mensch und Tier fungiert dabei als Einheit. Durch den gezielten Einsatz eines Tieres werden positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten erzielt.