Erfolgreicher Start der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation in Bonn

Das Gerät ist funktionsfähig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind geschult und die repetitive transkraniellen Magnetstimulation (kurz: rTMS) bereits in die Therapiepläne der Patientinnen und Patienten integriert: In der BetaGenese Klinik in Bonn hält das nichtinvasive Therapieverfahren zur unterstützenden Behandlung therapieresistenter Depressionen, chronischer Schmerzen und Zwangs- und Angsterkrankungen Einzug in den Klinik- und Therapiealltag.

Hilfe bei therapieresistenten Depressionen, chronischen Schmerzen und Angst- und Zwangszuständen

Bei der rTMS wird die Hirnaktivität in bestimmten Arealen gezielt angeregt, gehemmt oder normalisiert – je nachdem, welches Beschwerdebild der Behandlung zugrunde liegt. Dies erreicht die rTMS durch den gezielten Aufbau von Magnetfeldern, deren Impulse über einen Helm direkt in die zuvor festgelegte Hirnregion abgegeben werden. „Der genaue Behandlungsplan wird in einem, für jeden Patienten individuell erstellten, Stimulationsprotokoll festgehalten und anhand dessen durchgeführt,“ erklärt Carmen Fargel, Chefärztin der BetaGenese Klinik.

Während der 20-minütigen Therapieeinheit sitzen die Patientinnen und Patienten aufrecht in einem bequemen Sessel und tragen den Helm, über den die Magnetimpulse abgegeben werden. Dabei werden sie von einer Fachkraft betreut, die die Stimulation überwacht. Die repetitive transkranielle Magnetstimulation wird in regelmäßigen Sitzungen zunächst bis zu maximal vier Wochen täglich wiederholt. Diese Regelmäßigkeit bewirkt, dass die Nervenzellenaktivität konstant normalisiert wird und die Patientinnen und Patienten sich dadurch wieder besser, leistungsfähiger und positiver gestimmt fühlen.

Zur Galerie: Die rTMS arbeitet mit dem Aufbau von Magnetfeldern. Ihre Impulse werden über einen Helm direkt in die zuvor festgelegte Hirnregion abgegeben.

„Sie ist ein Bestandteil unseres ganzheitlichen Therapieangebots und wirkt auf neurobiologischer Ebene direkt auf die verantwortlichen Bereiche im Gehirn ein. Die dortige Nervenzellaktivität wird auf schonende und effektive Weise stimuliert beziehungsweise korrigiert“, so Carmen Fargel. Ergänzend zur nichtinvasiven repetitiven transkraniellen Magnetstimulation wird eine bedürfnisorientierte Kombination aus psychotherapeutischen, körper-, kreativ- und sondertherapeutischen Bausteinen angewendet, um psychosomatische und schmerzassoziierte Symptomkomplexe dauerhaft zu behandeln.

Carmen Fargel: „Während ihres Klinikaufenthaltes zeigen wir unseren Patienten auch verschiedene Techniken, wie sich selbst im Alltag helfen können. Sie üben und lernen, welche körpertherapeutischen und imaginativen Übungen die Stimmung positiv beeinflussen und wie sie aufkommende Symptombelastung kontrollieren und aus eigener Kraft abbauen können.“